Monday, 19th February 2024
19 Februar 2024

Warum sich in Bayern die Wanzen breit machen

Kolonie von Malvenwanzen: Auf Bäumen in Bamberg breitet sich die mediterrane Art aus. (Quelle: Nicolas Armer/dpa)

Immer mehr Wanzen tummeln sich nach Angaben von Experten in Bayern. Die Sechsbeiner fühlen sich im Freistaat pudelwohl. Das liegt vor allem am Wetter.

Das Jahr 2018 sei mit seinem langen Sommer bisher optimal für Wanzen gewesen. „Die meisten Wanzen sind wärme- und trockenheitsliebend. Weil es vor allem in Ballungsräumen immer wärmer wird, gibt es auch mehr Wanzen“, sagt die Nürnberger Schädlingsbiologin Eva Scholl.

Amerikanische Kiefernwanze und Grüne Stinkwanze

Laut Bund Naturschutzbund in Bayern gibt es weltweit etwa 40.000 Wanzenarten. In Deutschland sind es 900, in Bayern 800. Die in Deutschland auftretenden Sechsbeiner seien für den Menschen zwar unangenehm, aber harmlos, betont Expertin Scholl.

Häufig zu beobachten sind nach Angaben des Landesbundes für Vogelschutz derzeit die Amerikanische Kiefernwanze oder in einigen Regionen die Grüne Stinkwanze. Solche Arten sind zu unterscheiden von Blutsaugern wie den Bettwanzen, die Krankheiten übertragen und Menschen damit auch gefährlich werden können.

Auf Bäumen in Bamberg hat Jürgen Gerdes, Biologe im Umweltamt, erstmals Kolonien der Malvenwanze beobachtet – einer mediterranen Art. „Die scheinen sich hier auszubreiten“, sagt Gerdes.

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