Monday, 21st January 2019
21 Januar 2019

VW verklagt Ex-Manager auf Schadenersatz

Prozess-Schlacht im Abgas-Skandal bei VW!

Volkswagen verklagt seinen Ex-Manager Oliver Schmidt auf Schadenersatz! Der frühere Mitarbeiter habe durch seine Verwicklungen in den Abgas-Skandal zu verantworten, dass der Auto-Bauer überhöhte Milliarden-Strafen in den USA zahlen musste – behauptet VW und will Geld sehen. Das berichtet die „Braunschweiger Zeitung“.

Wie viel Schadenersatz der Konzern von seinem Ex-Manager fordert, geht aus der Klageschrift beim Braunschweiger Amtsgericht nicht hervor.

Schmidt soll laut VW aber mindestens die Kosten für die Arbeit des ehemaligen US-Staatsanwaltes Larry Thompson übernehmen. Der wurde 2017 eingesetzt, um den Aufarbeitungsprozess bei VW zu beobachten, nachdem der Abgas-Skandal aufgeflogen war. 2015 wurde bekannt, dass der Auto-Bauer bei Abgas-Werten für Diesel-Fahrzeuge massiv geschummelt hatte.

Oliver Schmidt wird den Rechtsstreit von seinem Gefängnis in den USA aus verfolgen müssen. Dort sitzt er eine siebenjährige Haftstrafe ab, zu der er im Dezember 2017 verurteilt wurde. Volkswagen verlangt von Schmidt jetzt außerdem Schadenersatz für die vorgestreckten Kosten für die Verteidigung des Ex-Managers in dem Prozess.

Ex-Manager klagt zurück

Oliver Schmidt schlägt in der Prozess-Schlacht zurück, reichte eine Kündigungsschutzklage vor dem Arbeitsgericht ein. Seine Entgegnung zu den Volkswagen-Vorwürfen: Er habe sich nur an die Anweisungen des Konzern gehalten.

▶︎ Darüber hinaus will Schmidt Bonuszahlungen in Höhe von rund 114 700 Euro von seinem Ex-Arbeitgeber sowie Schadenersatz (rund 330 000 Euro)!

Im Februar geht die Prozess-Schlacht in die neue Runde. Dann werden die Klagen in Braunschweig verhandelt.

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