Tuesday, 22nd September 2020
22 September 2020

Jetzt stehen auch bei Porschedie Bänder still

Der Streik der Motorenbauer im ungarischen Audi-Werk Györ trifft jetzt auch VW und Porsche.

Weil Motoren fehlen, stehen die Bänder im Audi-Stammwerk Ingolstadt noch bis Montag still. Deutlich mehr als 10 000 Autos der Baureihen A3, A4, A5 und Q2 können wegen des vor einer Woche begonnenen Streiks nicht gebaut werden, sagte ein Unternehmenssprecher.

▶︎ Inzwischen sind auch das Porsche-Werk Leipzig mit den Modellen Cayenne, Panamera und Macan betroffen; im Volkswagen-Werk Bratislava stockt der Bau der großen SUV-Modelle VW Touareg, Porsche Cayenne und Audi Q7.

  • Es fehlen die Motoren

    Bei Audi stehen die Bänder still

    Wegen eines Streiks im ungarischen Motorenwerk Györ müssen mehr als 10 000 Mitarbeiter am Montag und Dienstag eine Zwangspause einlegen.

„Wir fahren auf Sicht“

Wie es weitergeht, ist offen. „Wir fahren auf Sicht“, sagte eine VW-Sprecherin.

In Bratislava werden die Kleinwagen von VW, Skoda und Seat weiter gebaut. Auch in den Audi-Werken Neckarsulm und Brüssel liefen die Bänder derzeit noch, sagte ein Audi-Sprecher.

▶︎ Seit vergangenem Donnerstag streiken die Motorenbauer in Györ für 18 Prozent mehr Lohn. Die IG Metall Bayern erklärte sich solidarisch mit den Streikenden und kritisierte Billiglöhne: Die Montagemitarbeiter in Györ verdienten durchschnittlich 1100 Euro brutto im Monat bei Lebenshaltungskosten wie in Westeuropa. Audi hatte je zehn Prozent in diesem und im nächsten Jahr angeboten.

Die rund 12 000 Audi-Mitarbeiter in Györ bauen jährlich rund zwei Millionen Benzin-, Diesel- und Elektromotoren für den VW-Konzern sowie gut 100 000 Audi A3 und TT.

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